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KOMÁRNO / KOMÁROM / KOMORN
Komorn gehört zu den ältesten Städten in der Slowakei. König Béla IV. verlieh der Stadt im Jahre 1265 Stadtrechte, das Privileg einer freien königlichen Stadt erhielt die Stadt von Maria Theresia im Jahre 1745. Zu dieser Zeit war Komorn die fünftgrößte Stadt Ungarns. Obwohl die Stadt wiederholt durch Kriege und Naturkatastrophen (Flut, Brände, Erdbeben und Epidemien) betroffen war, sind hier wertvolle kulturelle Denkmäler erhalten geblieben. Das berühmteste ist die Komorner Festung, das größte Festungssystem aus der Zeit der Österrichisch-Ungarischen Monarchie. Für ihren historischen und architektonischen Wert wurde die Festung für nationales Kulturdenkmal erklärt. Mit dem Bau der Festung begann man an der Stelle, wo die Waag in die Donau mündet, wo einst eine Furt herausgebildet wurde, die in jeder Jahreszeit gebraucht werden konnte; damals eine entwickelte Festung mit fünf Basteien. Die Festung überlebte eine ernste Prüfung im Jahre 1594, als sie durch die Truppen des synesichen Pascha angegriffen wurde, der aber bald einsehen musste, dass die Festung nicht eingenommen werden kann.
In den Jahren 1663-1673 wurde die Alte Festung auf Befehl des Kaisers Leopold I. um die Neue Festung erweitert. Es entstanden riesige Schutzmauer aus Stein und Ziegel; die fünf Basteien waren einer selbständigen Punktverteidigung fähig. Die Festung überlebte problemlos auch die Belagerung der Kuruzen von Imre Thököly, die Verbündete der Türken waren. Die Stadt konnte durch die Festung vollkommen verteidigt werden, die feindlichen Angriffe auf die zentrale Festung konnten auch vermindert werden.
Zwei große Erdbeben (1763 und besonders 1783, mit Epizentrum unmittelbar unter der Festung) waren für den Portifikationsstolz der Monarchie verhängnisvoll. Eine Notausbesserung wäre ziemlich teuer gewesen; so wurden die Heere abkommandiert, die Gebäude wurden von der Stadtleitung versteigert.
Beeinflusst durch die Napoleonischen Kriege ließ der Wiener Kaiserhof die Komorner Festung erneuern und sie zu einem Festungssystem zu erweitern, wo 200 000 Soldaten untergebracht werden konten.
In der rekonstruierten Bastion VI. befinden sich heute Expositionen des Museums der ungarischen Kultur und des gesamten Donaulandes. Das Lapidarium ist die größte Sammlung römischer Denkmäler in der Slowakei.
In der rekonstruierten Bastion V. befindet sich eine private Galerie - die Galerie der Nationen, ein Statuenpark und ein 1,3 km langer unterirdischer Gang, wo eine unikate Fotoausstellung über das Festungssystem wie auch Fotokopien origineller Karten aus der Bauzeit dieses Systems zu sehen sind.
Führungen von 15. März bis 31. Oktober:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9:00, 11:00 und 14:00 Uhr
info: +421 35 2851265, +421 903 309717, +421 907 178906
Das historische Zentrum der Stadt befindet sich in der Fußgängerzone, mit etwa 40 Denkmälern und drei nationalen Kulturdenkmälern. Über die Geschichte der Stadt kann sich der Besucher im Museum der ungarischen Kultur und des Donaulandes informieren.
Franz Lehár, einer der berühmtesten Opernkomponisten, wurde am 30. April 1870 in Komorn geboren. Sein Geburtshaus steht in der Palatinenstraße (seit 1980 befindet sich hier der Lehár-Park, mit Lehárs Standbild). Im Rahmen der Lehár-Festspiele erklingen jedes Jahr die schönsten Operettenmelodien des Komponisten.
Aus Komorn stammt auch der berühmte Vertreter der ungarischen Literatur, Mór Jókai; er schrieb in seinen Werken über charakteristische Gestalten der Stadt. Die Stadt gedenkt ihres Gebürtigen alljährlich mit den traditionellen Jókai-Tagen.
Eine touristische Attraktion ist der Europa-Hof im Zentrum der Stadt, entstanden in den Jahren 1999-2000. Auf dem Platz stehen Gebäude, die die typische Architektur von 45 euroäischen Ländern und Regionen darstellen.
KULTURELLE UND ARCHITEKTONISCHE SEHENSWÜRDIGKEITEN
| 1. | Alte Festung 1546-57; an Bauarbeiten beteiligten sich italienische Militäringenieure | |  |
| 2. | Neue Festung 1663-73; mit der Alten Festung durch eine Brücke unter dem Wassergraben verbunden | |  |
| 3. | Palatinenlinie 1839-47; Schutzkette neupreußischen Typs | |  |
| 4. | Waaglinie besteht aus Portifikationsobjekten, erbaut in den 70er Jahren des 19.Jhs. am Fluss Waag bis zur Donaumündung | |  |
| 5. | Rathaus 1875 umgebaut; auf dem Rathausplatz dominiert die Statue des Generals Klapka aus dem Jahre 1896 | |  |
| 6. | Zichy-Palast ursprünglich die Kurie der Zichy-Familie, Ende 17.Jh. | |  |
| 7. | Dreifaltigkeitssäule Barocksäule, 1715, zum Andenken an die Pestepidemie | |  |
| 8. | Offizierspavillon 1858-63; englische Gotik | |  |
| 9. | Europa-Hof Komplex von 45 Bauten, Länder und Regione Europas darstellend, entstanden 1999-2000 | |  |
| 10. | Büste Ladislaus V. der König wurde 1440 in Komorn geboren | |  |
| 11. | St.-Anna-Spital und-Kapelle Barockbau, Mitte 18.Jh. | |  |
| 12. | Evangelisches Pfarrhaus Ende 18.Jh | |  |
| 13. | Evangeische Kirche 1795-97; klassizistischer Barock, Turm aus dem Jahre 1899 | |  |
| 14. | Franziskanerkirche die ursprüngliche Franziskanerkirche entstand durch Umbau der älteren kalvinistischen Kirche | |  |
| 15. | Reformierte Kirche eine der bedeutendsten reformierten Kirchen in der Slowakei, gebaut 1784-88 als Toleranzkirche, Turm 1832 umgebaut | |  |
| 16. | Gespanhaus ursprünglich spätbarockes Gebäude aus der Mitte des 18.Jhs, 1798 umgebaut nach Projekten der Höfischen Baukanzlei, 1813 klassizistisch ausgestattet | |  |
| 17. | St.-Josef-Spitalkapelle architektonisch-darstellende Konzeption des Interiers, beachtenswerter spätbarocker Bau, Grundlagen 1741 von Baron Zichy gelegt | |  |
| 18. | Kulturpalast 1913; Spätromantizismus; z.Z. Museum der ungarischen Kultur und des Donaulandes | |  |
| 19. | Jókai-Denkmal 1937; Bildhauer Julius Berecz | |  |
| 20. | Römisch-katholische St.-Andreas-Kirche ursprünglich Barockkirche 1723-38; radikal umgebaut 1748-56; Turm aus dem Jahre1896
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| 21. | Benediktinerkollegium Barockbau (ursprünglich Jesuitenkloster); Mitte 18.Jh., auf alten Grundlagen gebaut | |  |
| 22. | Serbische Orthodoxenkirche spätbarockes Gebäude, 2. Hälfte des 18.Jhs., nach Niederbrennung erneuert 1849-51 | |  |
| 23. | General-Štefánik-Statue 1936, Bildhauer Otakar Španiel | |  |
| 24. | Šulek-Grabmal im Friedhof der evangelisch-reformierten Kirche, Bildhauer Jozef Tóth | | |
| 25. | Zyril-Method-Statue an der Fassade des Gebäudes der Matica slovenská am Štefánik-Platz, Bildhauer Ladislav Berák | |  |
| 26. | Franz-Lehár-Statue 1980; anlässlich des 110. Geburtstages des Komponisten; Werk des tschechischen Bildhauers Emil Venkov | |  |
| 27. | Ungarischer Husar 1999; im Rathausturm anlässlich des 150. Jubiläums des Freiheitskampfes 1848/49; zweimal täglich (um 10:00 und 16:00) erklingt der Klapka-Marsch | |  |
| 28. | Reformiertes Kollegium 1796; klassizistisches zweigeschössiges Gebäude | |  |
| 29. | Kleine Synagoge 1896; Versorgungshaus von Kolman Fried gegründet; Gedenktafel mit den Namen der Holocaustopfer | |  |
| 30. | Römisch-katholische Kirche St.-Rosalia 1839-43; klassizistischer Bau | |  |

DIE REGION KOMORN
IŽA (IZSA):
Römisches Lager - Naturmuseum Celemantia;
Östlich von Komorn (7 km) beim Dorf Iža in der Lokalität Leányvár (Tochterburg) gibt es Ruinen des römischen Kastells, eines römischen Militärlagers und der römischen Siedlung Celemantia. Die Römer haben an dieser Stelle ein ausgedehntes Festungssystem für Beschützung ausgebaut, zu dessen Bestandteilen auch das Militärlager in Iža gehört
Das Schloss in Iža wurde im Jahre 1991 für nationales Kulturdenkmal erklärt.
Information: : Gemeindebehörde Iža, +421 35 / 7783 151

KOLÁROVO (GÚTA):

Wassermühle - Museum für Müllergewerbe
Die Stadt liegt 22 km von Komorn entfernt, am Zusammenfluss der Waag und der Kleinen Donau.
In einem schönen natürlichen Areal befindet sich am alten Flussbett der Kleinen Donau ein technisches Denkmal: die schwimmende Wassermühle.
Das Museum für Müllergewerbe ist täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.
Information: : +421 918 436 881
Holzbrücke - die längste Brücke in Mitteleuropa (86 m)
Froschburg - Ruinen der ursprünglichen Burg
www.vodnymlyn.sk

HURBANOVO (ÓGYALLA):

Die Stadt liegt 17 km von Komorn entfernt, am linken Ufer des Flusses Žitava, auf der Landstraße Komárno - Nové Zámky
Sternwarte - dieses technische Denkmal ließ Miklós Konkoly-Thege (Physiker und Astronom) im Jahre 1871 erbauen.
Exkursionen im Planetarium: +421 35 / 7602 485
Galerie "Feszty"
Information: Städtisches Kulturzentrum +421 35 / 7602 383

MARTOVCE (MARTOS):
Die Gemeinde liegt auf einem sumpfigen Gebiet, 12 km von Komorn entfernt.
Bauernhaus - Exposition volkstümlicher Wohnkultur im Lehmhaus aus dem Jahre 1781.
Information: +421 35 / 7684 110
Öffnungszeiten: Di - So 10:00-17:00 hod.
"Feszty"-Park
Information: 31 März - 31. Oktober bei Herrn Katona: +421 915 728 891
www.fesztypark.sk

BÚÈ (BÚCS)
Östlich der Flüsse Waag und Zsitva, 30 km von Komorn entfernt.
Sehenswürdigkeiten:
Weinkellerweg, Volkstracht
Bildsäule des Feldherrn Bulcsu (Bildhauer János Nagy)
Agrotourismus - Szobi, Vintop (Karkó)

CHOTÍN (HETÉNY)
Die Gemeinde liegt 10 km von Komorn entfernt.
Galerie "Lilla"
Information: +421 35 / 7786 118

OKOLIÈNÁ NA OSTROVE (EKEL):
25 km von Komorn entfernt.
Gedenkecke - Vajda Julianna "Lilla"
Information: Gemeindebehörde +421 35 / 7793 931

PATINCE ( PATH):
17 km von Komorn entfernt.
Rekreationsareal - Wellness
Information: +421 35 / 7787 764, 7787 754

DUBNÍK (CSÚZ):
Die Gemeinde liegt 35 km von Komorn entfernt.
Schloss Meszlényi - Szénássy; im rekonstruierten Kastell befindet sich ein Panoptikum berühmter Persönlichkeiten der ungarischen Geschichte
Information: +421 35 / 7700 869, +421 35 / 6495 404

ANDOVCE (ANDÓD):
etwa 35 km von Komorn entfernt
Czuczor-Gergely-Museum
Information: +421 35 / 6483 101

ZEMNÉ (SZÍMÖ):
etwa 35 km von Komorn entfernt
Jedlik-Ányos-Museum
Information: +421 35 /6476 101
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